ANNENSCHULE CHEMNITZ UNSERE ANNE

Was für ein schöner Zeitungsartikel im "Reitbahnboten" 3/2010 von Candy Baumann Kl. 8b

Gespannt sitze ich in der Aula, es geht los, die Schulaufnahmefeier für unsere neuen Fünfer am 1. Schultag 2010/2011. Die Schulband spielt, man merkt, dass alle wieder fleißig geprobt haben. Diesmal bin ich der Pate, und mein Patenschüler aus der neuen Fünf ist bestimmt schon ganz aufgeregt: das große Schulhaus, neue Lehrer und Mitschüler, neue Fächer und ein doch etwas anderer Tagesablauf mit den 70-Minuten-Einheiten und dem BLAUEN BAND um die Mittagszeit. Das werde ich meinem Patenkind dann alles erklären und natürlich zeigen.

Auf die Arbeitsgemeinschaften, also die DIEkurse bin ich schon sehr gespannt. Was wird dieses Jahr dabei sein? Letztes Jahr Gitarre zu lernen, war schon ziemlich cool. Und mein Auftritt zum Talentefest auch. Mich als Achter erwartet dieses Schuljahr auch viel Neues. Letztes Jahr hatte ich ja mein KITA-Praktikum und die Woche Berufsorientierung, in diesem Jahr freue ich mich schon auf die drei Module, die ich in der Handwerkskammer ausprobieren darf.

Sehr gespannt bin ich, welche Höhepunkte wir wieder feiern werden. Das Sommerfest am Ende des letzten Schuljahres ist mir noch sehr gut in Erinnerung. Wir haben zu dem Anlass einmal wieder unser soziales Engagement unter Beweis gestellt und dem Hospiz einen Spendencheck über 500 Euro übergeben. Das Geld haben meine Mitschüler und ich beim „Run for help“ der Chemnitzer Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose „Offensiv“ erradelt. Von den 10ern habe ich erfahren, dass auf jeden Fall am 13.8.2010 beim Eislaufverband Chemnitz beim Rollschuh-Curling geholfen wird. Das wird sicherlich auch zu einer guten Tradition.

In diesem Herbst sind ja auch noch viele Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „SCHULE OHNE RASSISMUS- SCHULE MIT COURAGE“. Den Titel erreichen wir bestimmt, die dazugehörige Veranstaltungsreihe hält z.B. noch eine musikalische Lesung und die Ausstellung „8ung in der Schule“ bereit. Sicher spricht dann Herr Finger von unserem Patenbetrieb CHEMNITZER ZAHNRADFABRIK ein paar worte. Die 4. Klassen Grundschulen laden wir im November zum Experimentieren ein, dann sind wieder die Großen für die Kleinen am Start, zeigen und erklären alles.

Auf den Weihnachtsmarkt und gleichzeitig Tag der offenen Tür am 11. Dezember freue ich mich schon besonders. Und zur Woche der offenen Schule vom 7. bis 10. Februar darf ich bestimmt wieder interessierte Eltern und Schüler durch unsere Schule führen.

Ich sollte besser aufpassen, Frau Hohendorf begrüßt gerade die Neuen sogar mit dem Spruch, den ich schon vor drei Jahren von ihr gehört habe: „Die Hummel hat 0,7 cm2 Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach“. Inzwischen habe ich, glaube ich zumindest, den Sinn verstanden: Verlass dich auf deine Stärken, mach einfach, du wirst dann viel Neues entdecken und über dich erfahren. In dir stecken ungeahnte Talente. Und natürlich darf Mark Aurel nicht fehlen: „Wir sind zur Zusammenarbeit geschaffen wie die Füße, die Hände, die Augen und die Ohren“.

Es ist schön, dass sich diese Traditionen wiederholen, das gibt mir Sicherheit.

Das nächste Große Ereignis, das hätte ich ja fast vergessen, ist natürlich die Walesfahrt. Darauf freue ich mich schon soooo – das wird obercool. Oje, mir schwant da Schreckliches: Besser ich setze mich noch einmal an ein paar englische Sätze, das wird sonst voll peinlich, wenn ich nur herumstottere. Aber jetzt wird gerade mein Patenkind aus der Fünf aufgerufen und ich darf meine Urkunde überreichen.

Das wird wieder ein schönes Schuljahr. Was die Zukunft mir bringt, habe ich mir schon gut überlegt und auch, wie meine Klassenkameraden, in einem Brief aufgeschrieben und meiner Klassenlehrerin verschlossen übergeben. Den Umschlag bekomme ich am Ende des Jahres mit meinem Zeugnis zurück, dann werde ich sehen, ob alle meine Wünsche in Erfüllung gegangen sind. Aber bis dahin sind es noch einige harte arbeitsreiche Monate. „Ohne Fleiß kein Preis“, oder so ähnlich. Niemand hat behauptet, dass das leicht wird, und zum Musterschüler fehlen noch ein paar unwesentliche, völlig überbewertete gute Noten. Packen wir ´s an.

Ich freu mich drauf. Mit der Unterstützung von Eltern, Lehrern, älteren Mitschülern und dem kostenlosen Förderunterricht bekomme ich das hin. Aber in der ersten Pause werden erst einmal Urlaubserinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht.

                                              gez. Candy Baumann